GEHMACHER Holzbau GmbH
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AUSGANGSSITUATION
UND SCHADENSBILD
DURCHFÜHRUNG DER SANIERUNG
BESONDERE HERAUSFORDERUNGEN


B E S O N D E R E   H E R A U S F O R D E R U N G E N

Die Lage der Baustelle mitten in der Altstadt von Salzburg erforderte eine behutsame und planvolle Abwicklung der Sanierungsarbeiten. Der Dachstuhl befindet sich in 36 Meter Höhe und war dadurch auch mittels Kränen nur sehr schwer oder zum Teil gar nicht erreichbar. Überdies musste sich der Kran seinen Platz in den engen Gassen in der Altstadt von Salzburg mit dem täglichen Menschenstrom von SalzburgerInnen und TouristInnen teilen.

Eine statische Herausforderung stellten die zu sanierenden Knotenpunkte im Mauerbankbereich dar. Die zu sanierenden und zum größten Teil zersetzten Knotenpunkte der bestehenden Konstruktion mussten während der Sanierungsarbeiten vom enormen Druck durch das Gewicht des Dachstuhles befreit werden.
Die Aufgabe war, nach Abmontage des Gesimses, den gesamten Dachstuhl um 5cm anzuheben. Eigens angefertigte Entlastungsbinder mussten angebracht werden, wobei dies mit besonderer Umsicht durchgeführt werden musste, um sicher zu stellen, dass die Dachlast so abgeleitet und verteilt wird, dass der Druck nicht auf das Gewölbe ausweichen konnte.

Die neuen Teile der Mauerbank mussten den alten Teilen exakt angepasst werden, um eine genaue Passung zu den Holzverbindungen (Kreuzkämme, Halbkämme) herzustellen. Dabei stellte sich heraus, dass die sonst übliche Vorbereitung des notwendigen Materials in der Werkstatt nicht durchführbar war, weil im Vorfeld nicht sichtbar war, welche Holzteile beschädigt waren, da sie in einem von innen unzugänglichen Bereich lagen. Es konnte daher nicht vorbereitend Maß genommen werden, sondern erst nachdem sie freigelegt wurden. Das hatte zur Folge, dass alle Holzteile erst vor Ort auf die richtige Dimension zugeschnitten werden konnten, um sich passgenau in die bestehende Konstruktion einzufügen.

An der Ostseite war ein Bundtram derart beschädigt, dass er zur Gänze ausgetauscht werden musste und nicht wie die anderen gestückelt werden konnte. Aufgrund der außerordentlichen Länge von 17,5m und einer Dimension von 30/34 des dafür erforderlichen Balkens, war es mit viel Recherche verbunden, einerseits einen entsprechenden Baumstamm zu finden und andererseits ein Sägewerk, dass diesen übergroßen Baumstamm schneiden konnte und die Möglichkeit hatte, diesen auch in einer entsprechend großen Trocknungsanlage zu trocknen.
Der Transport des Balkens in die Altstadt sowie die Kranhebung in den Traufenbereich der Kirche konnte nur mit Hilfe einer Spezialfirma durchgeführt werden. Die Einbringung des Bundtrames in den Dachinnenraum erfolgte mittels Hub- und Flaschenzügen sowie der notwendigen Muskelkraft.

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